Legionellen Symptome: Wie erkennst du eine Infektion?
Eine Legionellen-Infektion äußert sich in zwei sehr unterschiedlichen Krankheitsbildern – von mild bis lebensbedrohlich. Entscheidend ist die frühzeitige Erkennung, denn eine Legionärskrankheit kann ohne Behandlung schnell gefährlich werden.
Die zwei Krankheitsbilder
1. Legionärskrankheit (schwere Form)
Inkubationszeit: 2–10 Tage nach Infektion. Symptome:
- Plötzlich hohes Fieber (über 39–40 °C), Schüttelfrost
- Trockener Husten, der sich zu Auswurf entwickeln kann
- Starke Kopf- und Muskelschmerzen
- Atemnot, Brustschmerzen
- Übelkeit, Durchfall
- In schweren Fällen: Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen
Die Legionärskrankheit ist eine atypische Lungenentzündung. Ohne Antibiotikatherapie kann sie tödlich verlaufen.
2. Pontiac-Fieber (milde Form)
Inkubationszeit: 24–48 Stunden. Symptome ähneln einer starken Grippe:
- Fieber, Schüttelfrost
- Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit
- Kopfschmerzen
Das Pontiac-Fieber heilt in der Regel innerhalb von 2–5 Tagen ohne Behandlung aus. Es wird oft nicht als Legionellen-Infektion erkannt.
Wann zum Arzt?
Sofort, wenn nach Kontakt mit Duschen, Whirlpools oder Klimaanlagen Fieber über 39 °C und Atemprobleme auftreten. Den Arzt explizit auf mögliche Legionellen-Infektion hinweisen – dann wird gezielt ein Urin-Schnelltest durchgeführt.
Behandlung
Die Legionärskrankheit wird mit Antibiotika (Fluorchinolone oder Makrolide) behandelt. Beginn so früh wie möglich – jede Stunde zählt bei schweren Verläufen.