Legionellen Grenzwerte: Was sagt die Trinkwasserverordnung?

Legionellen Grenzwerte: Was sagt die Trinkwasserverordnung?

In Deutschland gilt für Legionellen ein technischer Maßnahmenwert von 100 KBE pro 100 ml Trinkwasser. Wird dieser Wert überschritten, sind sofortige Maßnahmen vorgeschrieben.

Was bedeutet KBE?

KBE steht für „koloniebildende Einheiten“ – ein Maß für die Anzahl vermehrungsfähiger Bakterien in einer Wasserprobe. Je höher der KBE-Wert, desto stärker der Legionellenbefall.

Die Grenzwerte im Überblick

Wert KBE/100 ml Bedeutung & Maßnahmen
Unauffällig unter 100 Kein Handlungsbedarf
Maßnahmenwert 100–999 Meldepflicht, Ursachensuche, Sanierung
Erhöhter Befund 1.000–9.999 Sofortige Sanierung, ggf. Nutzungseinschränkung
Kritischer Befund über 10.000 Nutzungsuntersagung möglich

Gilt der Grenzwert für alle?

Der technische Maßnahmenwert gilt für alle Anlagen, die der Untersuchungspflicht unterliegen – also Betreiber von Großanlagen in Mehrfamilienhäusern, Hotels, Krankenhäusern usw. Für private Einfamilienhäuser ohne Fremdnutzung gibt es keine gesetzliche Pflicht, aber die gleichen gesundheitlichen Risiken.

Wie wird die Probe entnommen?

Die Probenahme muss durch ein akkreditiertes Labor nach DIN EN ISO 19458 durchgeführt werden. Eigenproben werden behördlich nicht anerkannt. Die Entnahmestellen werden vom Labor oder dem Gesundheitsamt festgelegt.

Dauerhafter Schutz unter dem Grenzwert

Eine UV-Desinfektionsanlage von Alfiltra hält Legionellenwerte dauerhaft auf niedrigstem Niveau – unabhängig von der Wassertemperatur oder dem Systemzustand.

Weiterführende Quellen

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